Charakter
Schwierigkeit Ⅰ–Ⅱ
Hotel-Übernachtungen 14×
↑bis 520 Hm, ↓bis 520 Hm

Tadschikistan - Unterwegs im legendären Pamir-Gebirge

Spannende Entdeckerreise mit vielen Begegnungen und Wanderungen

  • Wanderungen: 6 x leicht (1 - 3 Std.), 2 x moderat (4 - 5 Std.)
  • Auf den Spuren der Seidenstraße im schmalen Wakhan-Korridor
  • Historische Zeugnisse und lebendige muslimische Basare
  • Herzhafte tadschikische Küche – urige, familiäre Gästehäuser
  • Aufblühende grüne Hauptstadt Duschanbe mit Prunkbauten
Bei dieser pionierartigen Tour im Herzen Zentralasiens sind wir unterwegs zwischen der aufstrebenden, modernen Hauptstadt Duschanbe und dem spektakulären „Dach der Welt", dem Pamir, wo die Menschen nach wie vor ihre traditionelle Lebensweise pflegen. Wir tauchen ein in die bisher wenig bekannte Region zwischen Tien Shan und Hindukusch, begrenzt durch den Panj- und Pamir-Fluss. Das Gebirgssystem des Pamir erstreckt sich über Landesterritorien von Tadschikistan, Kirgistan, Afghanistan und Westchina, die höchsten Gipfel ragen hier über 7.500 m empor. Wir spüren bei unseren Begegnungen die herzliche Gastfreundschaft der Bewohner in den schroffen und gleichzeitig wildromantischen Schluchten, den fruchtbaren, lieblichen Tälern und den steppenartigen Weidegebieten der Hochebene. Wir halten Ausschau nach den eisbedeckten Bergriesen mit einigen 6.000ern, wir besuchen heiße Quellen und wandern entlang glasklarer Seen. Marco Polo hat schon vor 700 Jahren diese faszinierende und abgeschiedene Region bereist, wir fühlen uns als Entdecker! Bei den Terminen 2 und 3 sind wir mit unserer Tadschikistan-Expertin Marina Novikova unterwegs, die in Tadschikistan geboren ist. Sie stellt uns als studierte Geologin in ihren Ausführungen und Erklärungen auch viele geografisch-geologische Phänomene im Pamir-Gebirge vor.
Reisetage: 16
Teilnehmeranzahl: 8 – 15 Personen

Tag 1: Anreise nach Tadschikistan

Nachmittags Linienflug mit Turkish Airlines von Frankfurt nach Istanbul und abends weiter nach Duschanbe.

Tag 2: Ankunft in Duschanbe

Ankunft am frühen Morgen gegen 4 Uhr, Empfang und Transfer zu unserem Stadtquartier - entweder ein nett eingerichtetes Gästehaus (z.B. Atlas b&b) oder ein zentral gelegenes Hotel. Nach einer kurzen Nacht und spätem Frühstück starten wir gegen Mittag zur Besichtigung der aufblühenden tadschikischen Hauptstadt (800 m). Im Schatten alter Platanenbäume spazieren wir über den großzügig angelegten Prospekt Rudaki Boulevard mit seinen repräsentativen Plätzen mit Springbrunnen – wie dem Theater für Oper und Ballet. Die Architektur im Zentrum ist vom stalinistischen Empirestil aus der Sowjetzeit geprägt und entbehrt nicht des modernen russisch-tadschikischen Kitsches. Spätestens auf dem weitläufigen, meist überdachten Grünen Basar (Sochmanzur) mit seinem geschäftigen Treiben spüren wir die wahre orientalische Atmosphäre dieser lebendigen Stadt. Falls möglich, schauen wir uns auch das kleine Museum für Musikinstrumente an und besuchen die Moschee Chodza Jakub. Lohnenswert ist ein Bummel durch den Botanischen Garten mit seinem Kuppelportal am Eingang, nachgebauten traditionellen Häusern und geschnitzten Baldachinen. Bitte beachten Sie: Die Auswahl und Reihenfolge der Spaziergänge und fakultativen Besichtigungen (evtl. Eintritte sind zahlbar vor Ort) legt Ihre Reiseleitung erst vor Ort fest. Für abends können wir Tische in einem der typischen Restaurants reservieren lassen

Tag 3: Über Vose und Kulob nach Anjirob

Von Duschanbe fahren wir über die anspruchsvolle Südroute nach Anjirob. Aus der Ebene heraus kommen wir ins Mittelgebirge über den Shar-Shar-Pass (1.470 m) und passieren den tiefblauen Norak-See. Dieser mit 70 km Länge zweitgrößte Speichersee Tadschikistans wird durch den höchsten Staudamm der Welt gebildet. Dann fahren wir an Danghara vorbei, dem durch Neubauten geprägten Geburtsort des amtierenden Präsidenten Rachmon. Mit dem Fort von Hulbuk bei Pingan schauen wir uns die wiederaufgebaute mittelalterliche Festungsanlage einer vom 9.-11. Jh. blühenden Regierungsstadt an; ein Besuch lohnt auch das Museum. Markant hebt sich beim Ort Voze ein über 1.300 m hoher, hellfarbener Salzberg aus der Ebene empor, den schon Marco Polo erwähnte. Nach rund 170 km auf gut ausgebauten Straßen treffen wir zur Mittagszeit in Kulob (Kuljab) ein. Nun kurven wir auf anspruchsvollen, von LKW-Spuren zerfurchten Pisten über den 2.267 m hohen Shuroobod-Pass, welcher von bizarr verwitterten, rotbraunen Konglomerat-Felsen gesäumt ist weiter nach Anjirob.

Tag 4: Parvor - Kalai-Khumb

Nach dem Frühstück fahren wir zum Dorf Pravor. Wir sind im Darwaz – das Tor zum Pamir, das sich durch farbenfrohe Sedimentenschichte kennzeichnet. Die sanften Hänge sind mit wilden Kernobst- und Pistazienbäumen übersät, die Luft duftet stark nach Wermutkraut (Beifuß) und Kreuzkümmel, die hier heimisch sind. Darwaz ist für seinen aromatischen Berghonig berühmt – in jedem Dorf gibt es Imker, bei denen man guten Honig kaufen kann. Auf einer Wanderung erkunden wir die hier noch grüne Landschaft und sehen mit etwas Glück auch die Markhor-Ziegen mit ihren schraubenartigen Hörnern. Nach dem Mittagessen fahren wir in die Schlucht des Panj-Flusses, dem 1.200 km langen Grenzfluss zwischen Tadschikistan und Afghanistan. Wir folgen dem Panj flussaufwärts, unterbrochen durch Fotostopps, bis zu unserem abendlichen Etappenziel Kalai-Khumb.

Tag 5: Entlang des Panj nach Rushan und ins Bartang-Tal nach Yemts

Unsere Route verläuft zunächst entlang des mächtigen Stromes Panj, der sich in einer gewaltigen Schlucht zwischen die zerklüfteten Gebirgszüge des Westpamirs zwängt. Wir folgen ihm, unterbrochen durch unsere Mittagspause bei Kechik, bis zum Dorf Rushan (ca. 180 km). Dort biegen wir ostwärts ins Bartang-Tal ab, ein bedeutendes Seitental des Panj. Bartang bedeutet „enger Durchlass" – ein sehr zutreffender Name für dieses schmale Tal. Flussaufwärts kann man in den Ostpamir bis zum riesigen Kara Kul nahe der kirgisisch-chinesischen Grenze gelangen, wenn auch bis heute auf sehr mühsame und abenteuerliche Art. Viele Täler im Westpamir sind für mehrere Monate im Jahr unzugänglich; dadurch sind Traditionen und sprachliche Eigenarten dort erhalten geblieben. Im Dorf Yemts besichtigen wir einen alten Mazar, eine Art Heiligenschrein. Harmonisch verschmelzen hier zoroastrische Elemente aus vorislamischer Zeit mit Vorstellungen pamirischer Ismailiten. Unser Homestay für diese Nacht erreichen wir in einem der kleinen Dörfer weiter taleinwärts. Vorgesehen ist der Ort Siponj. Hier erleben wir zum ersten Mal pamirische Gastfreundschaft in einem privat geführten Homestay. Es stehen Matratzenlager oder Mehrbettzimmer sowie einfache sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Abends beim Essen genießen wir den Aufenthalt in diesem traditionellen Haus, einem sog. Chid. Die kunstvoll geschnitzte Holzdecke mit einem eckigen Dachfenster in der Mitte sowie die Raumgestaltung im Chid haben eine symbolische, eng mit dem ismailitischen Glauben verbundene Bedeutung.

Tag 6: Erkundungen im Bartang-Tal und Fahrt nach Khorog

Am Morgen starten wir nach kurzer Fahrt unsere Wanderung in einem der Seitentäler Bartangs. Wir starten bei einer Brücke über den Bartang (ca. 2.000 m) hinauf ins Jizewdara-Tal. Auf den winzigen Flussterrassen sind kleine Obstgärten und Felder angelegt. Berberitzen- und Sanddornsträucher säumen den schmalen Pfad, auf dem auch die Dorfbewohner zu Fuß oder mit Eseln die Strecke zum Bartang-Tal zurücklegen. Der Fluss mit seinem kristallklaren Wasser ist durch Bergstürze an mehreren Stellen zu kleinen Seen aufgestaut. Nach unserem Mittags-Picknick kehren wir auf gleichem Weg zurück zu unseren Fahrzeugen. Nun fahren wir wieder aus dem Bartang-Tal hinaus nach Rushan und folgen dem Panj südwärts rund 60 km bis Khorog. Unterwegs besichtigen wir bei einem kleinen Abstecher die heilige, reich mit Halbedelsteinen verzierte Quelle Nosiri Khusrav. Der Poet, Philosoph und Wissenschaftler brachte im 11. Jh. den Ismailismus nach Pamir. Khorog ist die Hauptstadt des autonomen Gebietes Gorno Badakhshan, abgekürzt GBAO, das mit der Pamir-Region gleichzusetzen ist und dessen Zugang Ausländern nur mit einem Extra GBAO Permit als Zusatz zum Visum erlaubt wird. Khorog liegt auf ca. 2.000 m Höhe in einem engen Tal, in dem die azurblauen Flüsse Shakhdara und Ghund (auch Gunt geschrieben) dem trüben Panj zuströmen. Hier beginnt bzw. endet der Pamir Highway, der sich nach Osten bis Murghab erstreckt. Wir verbringen zwei Nächte in einem kleinen, nett eingerichteten, zentral gelegenen Gästehaus oder Hotel; bei großen Gruppen verteilen wir uns auf zwei Häuser.

Tag 7: Aufenthalt und Besichtigungen in Khorog

Das aufblühende Städtchen ist zugleich ein wichtiges Kulturzentrum mit Universität, öffentlicher Bibliothek, Theater und dem Botanischen Garten auf 2.300 m Höhe – durch seine Lage der zweithöchste botanische Garten weltweit. Hoch über der Stadt bereits 1940 angelegt, ist er ein kleiner Paradiesgarten mit über 2.000 verschiedenen Pflanzenarten. Von der Abbruchkante des Steilhangs aus hat man einen hervorragenden Ausblick auf Khorog, aber auch vom neuen Aussichtspunkt oberhalb des Areals für die im Bau befindliche Central Asia Universität, ein Großprojekt der Aga Khan-Stiftung. Im Zentrum besuchen wir den quirligen Basar und spazieren durch den 2009 angelegten Stadtpark – der ganze Stolz der Khoroger und ihr beliebter Treffpunkt. Direkt am Fluss lädt das Terrassenrestaurant Chor Borgh zur Mittagspause ein. Im De Pamiri Handicraft Shop findet man handgefertigte lokale Souvenirs. Im Zentrum erwartet uns das kleine Heimatkundemuseum, um mit seinen rund 1.000 Exponaten einen Einblick in die Geschichte und Kultur des Pamirs zu gewähren. Im Ort befindet sich auch der Sitz der MSDSP, eines der vielen weiteren Projekte der Aga Khan Foundation – auch mit deutschen Beratern für Tourismus und nachhaltige Entwicklung in den Bergen. Bitte beachten Sie: Die Reihenfolge und Auswahl der Besuchspunkte legt Ihre Reiseleitung erst vor Ort fest.

Tag 8: Im Wakhan-Tal über Ishkashim bis nach Yamg

Von Khorog fahren wir südwärts am Grenzfluss Panj entlang in ca. 1,5 Std. bis zum Ort Dasht. Hier nehmen wir die Abzweigung hinauf zur Mineralquelle von Garm Chashma (ca. 3.000 m) und besuchen diese heilkräftigen und zugleich „heiligen" Mineralquellen. Seit Tausenden von Jahren fließt das heiße, schwefelhaltige Wasser aus dem Erdinneren und bildet beim Erkalten wunderbare weiß-gelbe Sinter-Ablagerungen. In diesem und anderen Thermalbädern gibt es Bade-Schichten für Frauen und Männer, die jeweils ca. 1,5 h andauern. In der Nähe liegt eine berühmte Lagerstätte für den roten Spinell, der dem Rubin ähnlich ist und im Pamir Lal genannt wird. Zurück auf der Hauptstraße, geht es am Panj entlang zum Ort Ishkashim (ca. 80 km) mit einer weiteren Grenzbrücke und Samstags-Grenzmarkt. Auf dem weg nach Iskashim ist unser Mittagsimbiss geplant. Nun lockt uns die Festung Qah-Qaha am südlichsten Punkt unserer Reise an. Hier spazieren wir über die von der Erosion gezeichneten Reste der ehemaligen Zitadelle. Etwa 500 m weiter auf der Fahrstrecke fällt das kleine Museum von Namadgut mit schöner Verzierung auf. Ab Ishkashim wird das Tal breiter und der Panj ruhiger. Sein Lauf ändert sich von der Nord- in die Westrichtung. Wir treffen auf den Wakhan-Korridor, durch den einst die legendäre Seidenstraße verlief. Imposante Bergfestungen und zahlreiche andere kulturelle Zeugnisse aus der Vergangenheit säumen unseren Weg. Zum Greifen nah erscheint die atemberaubende Kulisse der schneegekrönten Gipfel und gigantischen Wände des Hindukusch auf der afghanischen Seite. Im Licht der letzten Sonnenstrahlen leuchten die beiden Gipfel von Pik Karl Marx (6.723 m) und Pik Engels (6.507 m). Spätnachmittags erreichen wir Yamg (2.800 m, ca. 80 km ab Ishkashim) und übernachten hier in einem traditionellen Pamiri-Haus mit 5 verzierten symbolträchtigen Holzsäulen im Innern und einer Holzdecke aus 4 ineinander greifenden Quadraten.

Tag 9: Im Wakhan-Tal über Yamchun, Vrang und Zong nach Langar

Vormittags besichtigen wir das kleine, liebevoll eingerichtete Museum, die steinerne Sonnenuhr und das älteste Pamiri-Haus im Dorf Yamg. Anschließend fahren wir ein paar Kilometer zurück und eine 7 km lange Stichstraße hinauf nach Yamchun. Hier besuchen wir bei einer kleinen Wanderung die beeindruckende dreieckige Bergfestung aus vorchristlicher Zeit. Von oben genießen wir den atemberaubenden Panoramablick auf das Wakhan-Tal mit seinen fruchtbaren Gärten, Feldern und Oasen-Dörfern. Etwas oberhalb an der Bergseite befinden sich die heißen Quellen von Bibi Fatima, deren Wasser Heilwirkung nachgesagt wird. Zurück in Yamg, nehmen wir unseren Mittagsimbiss ein. Auf unserem weiteren Weg stoppen wir im Dorf Vrang. Bei einer erneuten kleinen Wanderung bestaunen wir den auf einem Hügel gelegenen alten buddhistischen Stupa, die Höhlen in den steilen Felswänden, die einst von buddhistischen Mönchen bewohnt wurden, sowie die wasserbetriebene Getreidemühle. Ehe wir in Langar (3.000 m) unser nächstes Quartier erreichen, erklimmen wir noch beim Dorf Zong über einen Pfad die imposante Ruine der Seidenfestung Abreshim Qala. Von oben sehen wir, wie der Panj, Tadschikistans längster Strom, hier an der Mündung von zwei Flüssen entsteht, dem azurblauen Pamir, der aus Nordosten zuströmt, und dem trüben Wakhan, der von Osten kommt.

Tag 10: Über Ratm und den Khargush-Pass in den Ostpamir nach Alichur

In Langar besuchen wir morgens ein kunstvoll verziertes Gemeindehaus und einen alten Schrein, der reich mit Geweihen von Steinböcken und Marco-Polo-Schafen ausgestaltet ist. Nun steht eine 1-2-stündige Wanderung an. Die vielen flachen Granitplatten oberhalb des Dorffriedhofes präsentieren mit beinahe 6.000 Petroglyphen profane und sakrale Szenen; die ältesten stammen aus der Bronzezeit (mit Steinböcken und Jagdszenen), die jüngsten aus unseren Tagen (verantwortungslose Verschandelungen dieser antiken Stätte). Hinter Langar spazieren wir in Ratm noch zur sehenswerten kleinen Burgruine (ca. 1-2 Std.). Dann folgen wir stetig dem Fluss Pamir talaufwärts. Die kurvenreiche Piste zieht sich langsam bergan und damit verändert sich die Landschaft. Vor uns erstreckt sich die sanft ansteigende, raue, überwältigende Hochebene des Ostpamirs. Sie liegt auf durchschnittlich 4.000 m Höhe, von den Einheimischen wird sie Bam-i Dunya, Dach der Welt, genannt. Oft lassen sich Hirten mit ihren großen Schaf- und Ziegenherden am Wegesrand beobachten. Bei einem Polizeiposten verlassen wir das Pamir-Hochtal und biegen nach Norden ab. Unterwegs legen wir unsere Picknickpause ein. Vor und hinter dem 4.344 m hohen Khargush-Pass liegt jeweils ein See, an deren Ufern sich einige Vogelarten tummeln können. Wer die Augen in diesem Bereich offen hält, kann auch Kolonien von goldbraunen Murmeltieren erspähen. Hier spüren wir die Weite auf dem „Dach der Welt". Wir verlieren wieder an Höhe und treffen auf den legendären West-Ost verlaufenden Pamir Highway (ca. 110 km). Diesem folgen wir, vorbei am silberfarbenen Salzsee Sasyk Kul (Kul = See), noch 30 km bis zu unserem Homestay in der Ortschaft Alichur (ca. 3.860 m). Der Ostpamir beginnt im Hochtal von Alichur und ist umgeben von namenlosen 5.000ern. Wie kostbare Juwelen schmücken sattgrüne und rotblonde Wiesen an den Ufern des ruhig mäandrierenden Wasserlaufs die kahle Berglandschaft. Sie ist der Lebensraum der kirgisischen Nomaden. Im Sommer ziehen sie mit ihren gemütlichen Jurten und großen Yak-, Ziegen- und Schafherden von Weide zu Weide. Die zottigen und robusten Yaks sind dem rauen Klima auf dem „Dach der Welt" bestens angepasst. Die Tiere sind unersetzliche Lastenträger; sie fressen weniger als andere Rinderarten und ihre Milch ist trotzdem fettreicher.

Tag 11: Über Bulunkul ins wilde Guhnund-Tal nach Rivak

Nach dem Frühstück verlassen wir mit Alichur den östlichsten Punkt unserer Reise und folgen dem Pamir Highway in Richtung Khorog. Bald hinter dem Salzsee Sasyk Kul unternehmen wir einen Abstecher. Wir biegen auf eine Piste nach Nordwesten ab und erreichen Bulunkul (3.740 m) – eine kleine, etwas surreal anmutende Siedlung am gleichnamigen See. Mit bis zu –63°C im Winter ist Bulunkul der Kältepol des Landes. Ein Stück weiter öffnet sich unser Blick auf den 19 km lang gestreckten See Yashil Kul. Diese smaragdgrüne „Perle" des Ostpamirs ist dank eines mächtigen Erdbebens entstanden. Die Wassertemperatur steigt nie über 14°C. Die herrliche Bergkulisse vor uns gehört schon zum 1992 ins Leben gerufenen gewaltigen Tadschikischen Nationalpark. Nach unserem Mittags-Picknick zurück auf dem Pamir Highway (ca. 75 km), der seinen Namen nicht mehr auf allen Passagen verdient, weil die schweren LKWs zahlreiche Schäden verursachen, überqueren wir noch den sanften, 4.271 m hohen Koitezek-Pass. Dann fahren wir hinab in eine landschaftlich reizvolle Gegend durch das tief eingeschnittene Tal des tosenden Ghund (Gunt). Die alpine Kulisse beiderseits der Straße ändert sich merklich und die Luft wird immer milder und wärmer. Zahlreiche malerische Dörfer mit typischen Häusern, ertragreichen Gärten und Feldern säumen den Pamir Highway. Mehrere alte wackelige Hängebrücken aus Seilen und Holzästen finden sich an Engstellen über den Fluss gespannt. In Rivak übernachten wir in einem Homestay.

Tag 12: Zurück nach Khorong, quirlige Hauptstadt des Pamir

Am Vormittag unternehmen wir noch eine kleine Wanderung im Rivak-Tal bevor wir nach Khorog zurückfahren.

Tag 13: Von Khorog am Panj entlang nach Kalai-Khumb

Von Khorog führt unser Weg wieder entlang des Panj nach Kalai-Khumb. Unterwegs passieren wir am Fluss weiße Sanddünen. In der zwischen den hohen Bergen tief eingeschnittenen, felsigen Schlucht wirken diese Dünen fast irreal. Auf der afghanischen Seite sehen wir so genannte Owrings, in den steilen Felswänden raffiniert angelegte Pfade. Diese sind noch heute die wichtigen Verbindungswege zwischen den Ortschaften. Vielleicht erspähen wir Einheimische, die trotz ihres Gepäcks leichtfüßig und mit beachtlicher Geschwindigkeit auf diesen atemberaubenden Konstruktionen unterwegs sind. Mittags legen wir unsere Imbisspause wieder im Dorf Kechik ein. Am Abend erreichen wir das uns schon vertraute Hotel in Kalai-Khumb.

Tag 14: Rückfahrt auf der Nordroute über Pässe nach Duschanbe

Am Morgen starten wir unsere letzte Etappe aus dem Pamir wieder zurück in die Metropole. Über den 3.252 m hohen Hoburobod-Pass verlassen wir die Welt der hohen und rauen Berge. In Tavildara bestaunen wir den Navrus-Berg, dessen bunte Gesteinsschichten wie zu einer Tulpe gefaltet sind. Nach einem letzten Mittagspicknick am blauen See Kabud Hauz mit Blick auf den Navrus-Berg geht es weiter (ca. 150 km). Es säumen zahlreiche Obstgärten und in die grüne Landschaft eingebettete Dörfer unseren Weg durch die breiten Täler Obikhingov und Surkhob. Nach der Ankunft in Duschanbe (weitere 150 km) beziehen wir für die beiden letzten Nächte wieder Zimmer in unserem Hotel oder Gästehaus. In einem typischen Teehaus oder Restaurant im Stadtzentrum können wir zu Abend essen.

Tag 15: Besichtigungstag in Duschanbe

Unser Schwerpunkt bildet ein ausgedehnter Bummel durch den weitläufigen Park Rudaki, beginnend am Parlamentsgebäude und der monumentalen Ismail Somoni-Statue. Vorbei an den Springbrunnenanlagen vor der Nationalbibliothek kommen wir zur riesigen Nationalwappen-Säule. Weiter geht es zum Präsidentenpalast Qasri Millat und am Nationalbanner (mit dem höchsten Flaggenmast und der größten Fahne des Landes) entlang zum Abuabdullah Rudaki Monument. Nach der Mittagsrast in einem Lokal im Zentrum lohnt ein Besuch im Ismailitischen Zentrum. Eine weitere Alternative ist der Besuch des sehenswerten Nationalmuseums, des Ethnographischen Museums oder des Museums der Antike mit seinem 12 m langen schlafenden Buddha. Bitte beachten Sie: Die Auswahl und Reihenfolge der Spaziergänge und fakultativen Besichtigungen (evtl. Eintritte sind zahlbar vor Ort) legt Ihre Reiseleitung erst vor Ort fest. Abends wollen wir uns ein originelles Abschiedsessen gönnen und die Höhepunkte unserer Entdeckerreise Revue passieren lassen. Unser Ausklang sollte nicht zu lange dauern, denn früh morgens klingelt schon der Wecker.

Tag 16: Rückflug nach Deutschland

Am frühen Morgen gegen 3 Uhr werden wir geweckt und zum nahen Flughafen gebracht. Über Istanbul fliegen wir zurück nach Deutschland mit Ankunft nachmittags.

Charakter

Profil: Diese Entdeckertour ist eine höchst abwechslungsreiche, landschaftlich sehr reizvolle pionierartige Reise in die entlegene Gebirgswelt des Pamir mit relativ vielen Fahretappen, interessantem Kulturteil und kleinen Wanderungen. Anforderung: Während dieser Reise halten Sie sich in Höhen bis über 4.000 m auf. Die Talebenen im Ostpamir sind oft höher als die höchsten Berge Europas. Die Gefahr einer Höhenkrankheit ist gering, darf aber nicht unterschätzt werden. Fahrten in allradgetriebenen Fahrzeugen über zum Teil schlechte Pisten stellen hohe Anforderungen in physischer und in psychischer Hinsicht. Sie erfordern von allen Mitreisenden Durchhaltevermögen und „Sitzfleisch". Um Ihnen während der Fahretappen den größtmöglichen Komfort zu bieten, werden die Minibusse mit nur 5 und - je nach Gruppengröße - der zusätzliche Jeep mit nur maximal 3 Personen plus Fahrer besetzt. Für Personen mit Rückenbeschwerden (z. B. Bandscheibenleiden) ist diese Reise nicht geeignet. Konsultieren Sie bitte vor Reisebeginn Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und lassen Sie Herz und Kreislauf prüfen. Die kleinen Wanderungen sind technisch nicht schwierig, erfordern jedoch Trittsicherheit und etwas Kondition. Für die Wanderungen benötigen Sie einen Tagesrucksack, in dem Sie das Notwendigste (z. B. wind- und regenfeste Jacke, Pullover, Trinkflasche, Kamera usw.) tragen. Unterbringung: In Duschanbe, Qalai Khumb und Khorog übernachten Sie in einem Gästehaus der mittleren Kategorie, im restlichen Pamir vier Mal in landestypischen Homestays. Diese privaten Guesthouses sind gemütliche, aber einfache Unterkünfte mit einem oder mehreren Schlafzimmern, die mit Teppichen ausgelegt sind. Sie schlafen auf einer Matratze auf einem Podest, direkt auf dem Boden oder gar in Holzbetten. Dicke Decken sind vorhanden. Die Homestays bieten noch recht wenig Komfort und sind mit sauberen, aber einfachen sanitären Einrichtungen ausgestattet, die in der Regel außerhalb des Hauses liegen. Die Unterbringung in einem Einzelzimmer ist nur in den Quartieren in Duschanbe, Qalai Khumb und Khorog möglich, je nach Größe und Auslastung auch in den Homestays (ohne Garantie). Verpflegung: An den meisten Tagen erhalten Sie Vollpension.

Ausrüstung

  • Reisepass mit Kopie
  • Flugübersicht mit Buchungsnummer
  • Bargeld
  • Kreditkarte
  • Hauser/Bergspechte-Reiseunterlagen, z.B. auch „Meine Reise“
  • Sandalen oder Crocs (Überlandfahrten, Unterkunft, Duschen etc.)
  • Sportschuhe
  • Trekkingschuhe Kategorie B
  • Socken + Ersatz
  • kurze Hose knielang oder Bermudas
  • lange Hose
  • Trekkinghose
  • bequeme Freizeithose
  • wind- und wasserdichte Überhose (atmungsaktiv)
  • T-Shirts
  • Kurzarmhemden oder -blusen
  • Langarmhemden oder -blusen
  • Pullover oder Jacke (Wolle, Fleece, Softshell)
  • mittlere Daunenjacke (Füllgewicht ab 200 g)
  • wind- und wasserdichte Jacke (ideal: atmungsaktiv)
  • Unterwäsche + Ersatz
  • kurze Funktionsunterwäsche
  • Weste windabweisend
  • Schlafbekleidung
  • Badebekleidung
  • Halstuch / Schal / Buff als Staub- oder Kälteschutz
  • warme Mütze
  • Sonnenschutz für den Kopf
  • warme Fingerhandschuhe
  • Sonnenbrille
  • Tages- und Wanderrucksack ca. 15 l
  • Regenhülle für Rucksack
  • Teleskop-Wanderstöcke
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • flexibles Gepäckstück inkl. kleinem Schloss
  • Innenschlafsack, z.B. aus Fleecematerial
  • Schlafsack bis 0° im Komfortbereich
  • Sonnencreme
  • Lippenbalsam
  • Kulturbeutel
  • Trekkinghandtuch klein
  • Oropax
  • persönliche Fotoausrüstung mit genügend Akkus und Speicherkarten, eventuell mit Blitz, Stativ
  • Taschentücher, Feuchttücher
  • Toilettenpapier im Rucksack für unterwegs
  • Taschenmesser
  • Schreibzeug
  • wasserdichter Packsack für Dokumente
  • Plastik- oder Nylonbeutel für Schmutzwäsche
  • Trinkflasche oder Trinksystem mindestens 1 Liter
  • Fernglas
  • Ersatzbrille in stoßfestem Etui für Brillenträger
  • Insektenschutzmittel für Haut und evtl. für Bekleidung
  • Waschmittel (biologisch abbaubar)
  • Erste Hilfe Set (inkl. Blasenpflaster, Tape, Desinfektion)
  • kleine Reiseapotheke
  • wichtige persönliche Medikamente (im Handgepäck: Husten, Kopfschmerz, Durchfall etc.)
  • Zwischenverpflegung (Trockenobst, Schokolade, Vollkornriegel, Energieriegel,"Lieblingsteebeutel")
  • Elektrolytgetränke

Inklusivleistungen

  • Hauser-Reiseleitung ab/bis Deutschland
  • örtlicher, Englisch sprechender Führer
  • Flug mit Turkish Airlines ab/bis Frankfurt via Istanbul nach Duschanbe
  • Derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Rail&Fly-Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze
  • Übernachtung 7 x Hotel/Gästehäuser, 7 x Homestays
  • 14 x Frühstück, 11 x Mittagessen, 9 x Abendessen
  • Transfers/Fahrten lt. Programm
  • Eintrittsgebühren lt. Programm im Pamir (nicht in Duschanbe)
  • Reisekrankenschutz inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten und Krankenrücktransport sowie 24 Std. Notrufservice

Wunschleistungen

  • Reise ohne Flugstrecke Frankfurt - Duschanbe - Frankfurt -520,00 €
  • Andere deutsche Abflughäfen vorbehaltlich Verfügbarkeit: 50,00 €; Wien, Zürich Aufpreis auf Anfrage
  • Der Einzelzimmerzuschlag umfasst 7 Nächte

Nicht enthaltene Leistungen

    Reisetermine und Preise
    Von/Bis
    Preis in €
    Reiseleitung
    Reisestatus