Nepal: Ama Dablam (6856 m)
Die Himmelsleiter Nepals (31 Tage)
Ama Dablam, Felspassagen im IV Grad ...Fotos: amical

Ob die Ama Dablam der „schönste Berg der Welt" ist, mag jeder für sich entscheiden. Auf alle Fälle ist die Ama Dablam das „Wahrzeichen" des Everest-Gebietes, dem die Heimat der Sherpas, das Solo Khumbu, zu Weltruhm verholfen hat. Ein atemberaubender Eis- und Felsturm, dessen markante und zugleich filigrane Silhouette jährlich tausende Trekker auf dem Weg ins Everest-Basislager bewundern. Pikant ist ein historisches Detail am Rande: 1961 leitete Edmund Hillary, Erstbesteiger des Mt. Everest 1953, eine wissenschaftliche Expedition ins Solo Khumbu. Drei draufgängerischen Mitgliedern seiner Expedition (Barry Bishop, Mike Gill, Michael Ward) gelang bei einem illegalen Versuch ohne Besteigungspermit und angeblich auch ohne Wissen von Hillary überraschend die Erstbesteigung der Ama Dablam über den Südwestgrat. Edmund Hillary, der den heutigen Himalaya-Klassiker vorher als unbesteigbar bezeichnet hatte, musste seine Expedition trotz seiner Berühmtheit auf Druck der nepalesischen Behörden abbrechen und durfte sie erst nach wochenlangen Verhandlungen und Zahlung einer Strafe fortsetzen ...

Für Gipfelaspiranten bedeutet die Ama Dablam eine „fast perfekte Klettertour auf einen fast perfekten Berg". Nur relativen „Extremalpinisten" ist es vorbehalten, den schwierigen Berg im Herzen des Sherpalandes zu besteigen. Obwohl die Zahl der Bergsteiger, die das „Matterhorn Nepals" zu besteigen versuchen, seit Jahren steigt und heute ein Großteil der Normalroute über den Südwestgrat mit Fixseilen abgesichert wird, ist die Ama Dablam eine absolute alpinistische Herausforderung: schwieriges kombiniertes Gelände (Fels bis zum V. Schwierigkeitsgrad, Eis/Schnee bis zu 50° Steilheit) in Höhen zwischen 5000 und fast 7000 Metern. Am Gipfel dann der sehr exklusive Panoramablick aufs ganze Solo Khumbu mit Everest, Makalu, Lhotse und Cho Oyu.

Expeditionsplan:

Flug nach Kathmandu und ein Tag Aufenthalt (behördliche Formalitäten, Sightseeing). Wetterabhängiger Flug nach Lukla und 6-tägiges Anmarschtrekking über Phakding - Namche Bazar (3440 m) - Akklimatisationswanderungen nach Khumjung und Thame - Kloster Tengpoche (3870 m) - Pangpoche (3980 m) ins Basislager auf der Mingpo-Alm (4600 m). Insgesamt stehen 16 Tage zur Verfügung, um mit dem Bergführer und dem „Climbing Sherpa" drei Hochlager aufzubauen (5800, 6000 und 6350 m), die Route mit Fixseilen abzusichern und über die 50° steile Gipfelflanke den höchsten Punkt zu erreichen - sehr exklusive 6856 Meter! Rückkehr auf der Anmarschroute nach Lukla, Flug nach Kathmandu und Heimflug.