Kirgisien: Pik Lenin (7134 m)
Zum zweithöchsten Berg im Pamir (28 Tage)
Foto: Josef Gusenbauer Basislager Atschik TaschFoto: eko Tiefblick zum Leningletscher
"Lenina" nach Akklimatisation am Pik Petrovskij (4829 m)

Im Pamir und im Tien Shan-Gebirge befinden sich die nördlichsten Siebentausender der Erde - gewaltige Eisgipfel in den heutigen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Der bekannteste dieser Berge und zweithöchste im Pamir ist der 7134 m hohe Pik Lenin, der in der Grenzregion zwischen Kirgisien und Tadschikistan liegt und zur Transalai-Kette gehört.
Unsere Route folgt dem „Normalweg" mit dem Anstieg von der Nordseite über den riesigen Leningletscher, über den Pik Razdelnaja (6148 m) und weiter auf dem Westgrat zum Gipfel. Bei diesem Unternehmen entfallen lange Anmarschwege wie etwa im Karakorum oder Himalaya, da das Basislager mit Fahrzeugen erreicht werden kann. Dadurch ist es möglich, den Pik Lenin mit seriöser Gipfelchance in nur 4 Wochen zu „machen". Vielleicht ist der 7000er auch deshalb in den letzten Jahren zum „Modeberg" geworden ...

„Pik Lenina“ nach Akklimatisation am Pik Petrovskij, 4829 m

Das Basislager „Atschik Tasch" ist ein fix eingerichtetes Zeltcamp, das einigen Komfort und auch gute Akklimatisationsmöglichkeiten bietet. Unsere Gruppe wird von einem russischkirgisischen Team betreut (Koch, Helfer, Mannschaftsjurte, Verpflegung etc.). Um beim langen Anmarsch (15 km) vom Basecamp ins Lager 1 (auch ABC, advanced base camp, genannt) nicht „auszubrennen", wird das Gepäck für die Hochlager von Pferden getragen - auch über den Leningletscher! Ab ABC ist das Team beim Hochlageraufbau auf sich selbst angewiesen, doch gibt es die individuelle Möglichkeit, russische Hochträger anzuwerben. In den Hochlagern wird das Essen selbst bzw. gemeinsam zubereitet. Der Pik Lenin ist alpinistisch-technisch zwar kaum schwieriger als der Montblanc oder der Elbrus, darf aber keinesfalls unterschätzt werden! Die „Hauptprobleme" des Riesenberges sind neben der Höhe vor allem die weiten Horizontaldistanzen zwischen den Basis- und Hochlagern und dem Gipfel, deren Überwindung nicht nur körperlich, sondern auch psychisch „hart" ist. Dazu kommt das kontinentale Klima mit großen Temperaturschwankungen und wechselhaftem Wetter. Weitere Hürden am „Pik Lenina", wie die Russen sagen, sind neben einigen nicht allzu steilen Gletscher- und Grataufschwüngen der lange und anstrengende Gipfeltag (mehr als 1200 Hm ab Lager 3!) und die schwierige Orientierung am Gipfelplateau bei Nebel und schlechtem Wetter.

Fotos: eko Pik Lenin-NordflankeHochlager 2, 5400 m
Expeditonsplan:

Flug von Wien nach Bishkek (Hauptstadt Kirgisiens) und Weiterflug nach Osh. Lange Fahrt mit geländegängigem Bus ins Basislager Atschik Tasch (ca. 3700 m). Zeitrahmen am Berg etwa 3 Wochen, also ausreichend Zeit für die Höhenanpassung im komfortabel eingerichteten Basecamp mit Besteigung des Pik Petrovskij, 4829 m, im vorgeschobenen Basislager (ABC / L1, 4400 m) und am Berg selbst. Die Route führt über den Leningletscher und die untere Nordflanke zum Hochlager 2 (5400 m) und über einige kurze Steilaufschwünge zum höchsten Lager 3 auf 6100 m neben dem Pik Razdelnaja (6148 m). Die Gipfeletappe ist extrem lang - 1200 Höhenmeter über breite Firnhänge, weite Plateaus und den Westgrat. Am Gipfel (7134 m) liegt Dir bei Schönwetter das ganze Pamirgebirge bis hin zum Mustagh Ata „zu Füßen". Abbau der Hochlager und Rückkehr ins Basislager. Rückfahrt nach Osh und Rückflug über Bishkek nach Europa.


Zur Galerie