Bolivien ist der im Schnitt höchstgelegene und „indianischste" Staat Südamerikas, den mit seinem nördlichen Nachbarn Peru neben dem Titicaca-See vor allem der Altiplano (spanisch für Hochebene) verbindet - eine abflusslose, 800 km lange und 130 km breite Beckenlandschaft in 3500 bis 4200 m Höhe. Überragt wird der Altiplano von hohen Gebirgszügen wie der 200 km langen Cordillera Real, auch „Königskordillere" genannt, in der mit Huayna Potosi und Illimani zwei der drei Sechstausenderziele dieser Bergreise liegen. Der Nevado Sajama als dritter 6000er im Bunde liegt im Süden Boliviens in der Cordillera Occidental (Westkordillere), die im Gegensatz zum Faltengebirge der Cordillera Real vulkanischen Ursprungs ist und ein völlig anderes Landschaftsbild bietet. Nach Osten fallen die Hochgebirge „dramatisch" zu den Regenwäldern der Yungas bis unter 1000 m Höhe ab, wo sich die Quellflüsse des Amazonas formieren. Die trockene Jahreszeit dauert von etwa April/Mai bis Ende August und bietet mit (normalerweise) stabilem Schönwetter die beste Zeit zum Wandern und Bergsteigen in den bolivianischen Anden.
„Drei auf einen Streich", heißt das Motto der Bergreise mit „Expeditionscharakter" ins Hochland Boliviens. Für die wichtige Höhenanpassung sorgen ein dichtes Kulturprogramm in La Paz, Tiahuanaco und am Titicaca-See, das Trekking am Takesiweg und die Besteigung des Cerro Charquini (5250 m). Erster „Streich" ist der attraktive Gletscherberg Huayna Potosi (6088 m) - abgesehen von einer Steilstufe technisch leichter Aufstieg vom Zongo-Pass mit einem Hochlager auf 5500 m. Das mächtige Massiv des 6438 m hohen Illimani ist andinistisch deutlich schwieriger und eine echte Herausforderung - Besteigung über den Westsporn mit dem Hochlager am „Nido de Condores". Dritter und letzter „Streich": Der Nevado Sajama (6542 m) überragt mit seiner charakteristischen Gletscherkuppel den Altiplano und die großen Salzwüsten 200 km südwestlich von La Paz. Bei guten Verhältnissen ist auch der höchste, manchmal „sturmgebeutelte" Berg Boliviens mit der steilen Nordwestflanke technisch nicht besonders schwierig.
Internationaler Flug nach La Paz und kulturelles „Akklimatisationsprogramm" in und um La Paz: Sightseeing im Stadtzentrum, Besuch des „Valle de la Luna", Halbtageswanderung durch den Palca-Canyon und schließlich ein dreitägiger Ausflug nach Tiahuanaco und an den Titicaca-See (Copacabana, Bootsfahrt zur Sonneninsel). Zweitägiges Trekking am Inkaweg Takesi von der ehemaligen Mine San Francisco über den 4700 m hohen Takesi-Pass in die Yungas des Amazonasbeckens zur Stadt Chojlla. Jetzt folgen die „drei andinistischen Streiche" wie beschrieben: Huayna Potosi - Illimani - Sajama, dazwischen jeweils Erholung im „Basislager" La Paz. Nach dem hohen Finale am Nevado Sajama im Süden gehts endgültig zurück nach La Paz. Heimflug nach Europa.