Argentinien: Aconcagua (6959 m)
Der höchste Berg Amerikas (25 Tage)
Fotos: Hans Hasslbäck

Südlich des 32. Breitengrades, etwa 150 km nordöstlich von Santiago und 12 km östlich der Grenze zu Chile, baut sich unübersehbar das gewaltige Bergmassiv des Cerro Aconcagua auf. An seinem 6959 m hohen Gipfel erreicht die über 7500 km lange Kordillerenkette ihren Kulminationspunkt als höchster Gipfel des amerikanischen Kontinents. Technisch gesehen ist der Aconcagua auf seinem Normalweg (NW-Flanke) „leicht". Aufgrund seiner exponierten Lage - der höchste Berg Amerikas überragt seine Nachbargipfel um fast 1500 m - und der großen Höhe ist er allerdings gefürchtet wegen seiner kalten Höhenstürme und oft spontan einsetzenden Wetterstürze. Trotzdem bzw. gerade wegen der fehlenden Kletterschwierigkeiten ist der Aconcagua als „Fast-Siebentausender" bei den Bergsteigern eines der begehrtesten Ziele Südamerikas.

Der Aconcagua ist zwar alpinistisch leicht, aber psychisch hart und vor allem auch konditionell eine Herausforderung - die „dünne Luft" in 7000 m Höhe und der Viento Blanco, der „Weiße Wind", sind berüchtigt. Tatsächlich verzeichnet kaum ein anderer großer Berg in Südamerika so viele gescheiterte Gipfelversuche. Die Ursachen sind fast immer Selbstüberschätzung und falsche Höhentaktik, sprich mangelhafte Akklimatisation. Unser Aconcagua-Unternehmen hat den Vorteil, bereits gut akklimatisiert im Basislager Plaza de Mulas anzukommen. Dafür sorgt die technisch leichte Besteigung des Cerro El Plomo (5430 m) in den Zentralanden Chiles am Beginn der Reise.

Der vergletscherte Cerro El Plomo (5430 m) liegt fast „vor den Toren" Santiagos nahe dem 60 km von der Millionenstadt entfernten Skigebiet Farellones. Die technisch leichte Besteigung des attraktiven 5000ers über die von einem breiten Gletscher bedeckte SW-Flanke bietet - wenn mit genügend Zeitaufwand angegangen - einen idealen Akklimatisationsaufbau für den Aconcagua. Für den El Plomo und die Akklimatisationstour zum Cerro Leonera (4987 m) sind insgesamt 7 Tage vorgesehen, was die bei zu schnellen Besteigungsversuchen gefürchteten Höhenprobleme weitgehend ausschließt.

Foto: Michael Koblmüller
Expeditionsplan:

Flug nach Santiago de Chile und per Bus ins chilenische Skigebiet Farellones (2500 m). 7 Tage Zeit für die Besteigung der Cerros Leonera und El Plomo. Zurück nach Santiago und Fahrt über Puente del Inca nach Mendoza/Argentinien - das Aconcagua-Permit muss persönlich abgeholt werden. Zurück nach Puente del Inca bzw. Penitentes und 2-tägiger Anmarsch mit Tragtieren zum Basislager „Plaza de Mulas" (4300 m) am Fuß des Aconcagua. Bei normalen Bedingungen reichen 9 Tage „locker" für die Besteigung mit einem oder zwei Hochlagern (5400 bzw. 6000 m). Die letzten Schritte auf das „Dach Amerikas" bleiben unvergesslich. Abstieg, Rückfahrt nach Santiago und Flug nach Europa.